Sensibilisierung_von_fotografischen_Filmen

Unterschiedliche Lichtempflindlichkeiten

Das sogenannte Spektrum ist die Summe aller Wellen die weißes Licht ergeben. Trifft ein weißer Lichtstrahl (Sonnenstrahl) auf einen dichteren Körper, so brechen die verschiedenen Wellen unterschiedlich, es entsteht ein farbiges Regenbogenband. Das Licht unterteilt sich von Ultraviolett (300nm), über Violett, Blau, Grün, Gelb, Orange, Rot und Infrarot (über 700nm). Das Auge erkennt dabei nur Wellen zwischen 400nm und 700nm und erkennt diese als Farben.
Das verwendete Halogensilber beim Analogfilm ist nur für Ultraviolett und Blau empfindlich und gibt diese Farben als Grauwerte wieder. Da dies nicht dem Farbempfinden des Auges entspricht wird das Halogensilber mit unterschiedlichen Farbstoffen vermischt. Abhängig von den beigesetzten Farbstoffen unterscheidet man folgende Lichtempfindlichkeiten:

unsensibilisiert

es wurden keine Farbstoffe ergänzt
eignet sich nur für Reproduktion schwarzweißer Vorlagen
kann bei grünem, orangem oder rotem Dunkelkammerlicht verarbeitet werden

Kodak Commercial (nur als Planfilm lieferbar)

orthochromatisch

auch auf Grün sensibilisiert
eignet sich nur für Aufnahmen ohne Rot, oder wenn Rot sehr dunkel wiedergegeben werden soll
bei Portraits nur wenn Model makellose Haut hat, Haut erhält gebräunten Teint
kann bei rotem Dunkelkammerlicht verarbeitet werden

Agfa/Rollei Ortho 25)

panhochromatisch

auf alle sichtbaren Farben des Spektrums sensibilisiert
kann nur bei kompletter Dunkelheit verarbeitet werden

Ilford FP4, HP5+; Kodak T-Max

infrarotempfindlich

sensibel auf Violett, blau bis hin zu rot und nahes infrarot
kann nur bei kompletter Dunkelheit verarbeitet werden

Rollei Infrared

Leave a Reply

*

Next ArticleAntja Hanebeck: Radiant - Making Of