Kollodium Nassplatten Fotografie

Die letzten Tage und Wochen war es hier etwas ruhiger. Einerseits war ich beruflich im Ausland, andererseits hatte mich in den letzten Wochen auch irgendwie mein Leben eingeholt. Aber davon genug.

Vergangenes Wochenende habe ich nach längerer Zeit wieder einmal einen Workshop besucht. Kollodium Nassplatten Fotografie oder aber auch kurz Wetplate Photography.
Stefan Sappert ist absoluter Profi auf diesem Gebiet und verstand es auch sein Wissen perfekt weiterzugeben.

Angefangen von der Herstellung sämtlicher Chemikalien, bis zur Vorbereitung der Platten und zum fertigen Bild wurden alle Arbeitsschritte erklärt. Danach bliebt Zeit selbst 5 bis 6 Platten zu fotografieren. Man war auf sich alleine gestellt, konnte probieren und experimentieren. Dabei immer ein wachsames Auge von Stefan, der bei Problemen und Fragen stets zur Stelle war. Am Ende ging man nicht nur mit fertigen Bildern sondern auch einem fertigen Skriptum mit allen Infos nach Hause.

Doch was ist  Kollodium Nassplatten Fotografie eigentlich?

Die Kollodium-Nassplatte ist eine 1850/1851 von Frederick Scott Archer und Gustave Le Gray entwickelte fotografische Platte, die als Ambrotypie oder durch ein Negativ-Verfahren ein fotografisches Bild erzeugt.

Das dazugehörige Verfahren wird als nasses Kollodiumverfahren bezeichnet und setzt eine zur Anfertigung der Fotografie zeitnahe Verarbeitung voraus, so musste etwa ein mobiler Reisefotograf in der Frühzeit der Fotografie immer ein Dunkelkammerzelt mit sich führen.de.wikipedia.org

Um eine ungefähre Vorstellung davon zu bekommen sollte man sich folgendes Video ansehen.

Ergebnisse

Fotografiert auf schwarzer Glasplatte im Format 4×5 inch, danach gescannt.
IMG_20140706_0002
Fotografiert auf Aluplatte im Format 13 x 18 cm, danach gescannt.
IMG_20140706_0003

Fazit

Auch wenn die Technik über 160 Jahre alt ist hat sie mich fasziniert und begeistert. Eine passende Kamera hole ich morgen aus München ab, mal sehen was ich alleine so hin bekomme. 🙂

Leave a Reply

*

Next ArticlePhotoshop im 19. Jahrhundert